12. Mai 2010
Martin Frey mit Sieg in Böhringen
U 17-Nationalmannschaftsfahrer stark
Bergamont-Teamfahrer Martin Frey hat das erste Bundessichtungsrennen der Saison in Böhringen gewonnen. Hier sein Bericht: „Insgesamt waren 80 Fahrer aus ganz Deutschland auf die schwäbische Alb gekommen. Am Samstag fand der Slalom statt, der sehr eng gesteckt war. Mein Platoon fuhr sich schön wendig und agil, und mit dem 3. Rang brachte ich einen sehr guten ersten Lauf ins Ziel. Im zweiten Lauf fuhr ich ein bisschen mehr auf Sicherheit, da ich nichts riskieren wollte, aber finishte trotzdem auf Platz 5. In der Endabrechnung stand dann der 5. Platz für die Technikdisziplin am Samstag, womit ich zufrieden war und wichtige Punkte für die Gesamtwertung sammeln konnte. Am Sonntag um 11:25 Uhr wurde dann die U 17 ins CC-Rennen geschickt. Ich war vor dem Rennen nicht ganz sicher, wo ich leistungsmäßig stand, da ich bis Mittwoch krank war, und fünf Tage Trainingspause einlegen musste. Ich kam sehr gut weg und konnte mich an die Spitze setzen. Mein Teamkollege Tobias Bremser erwischte auch einen super Start und konnte vor dem ersten Trail zu mir aufschließen. Hinter ihm ging ich an zweiter Stelle in die technischen Passagen der Strecke.
Er machte gleich ordentlich Druck und wir konnten uns ein wenig absetzen. Vor der ersten Abfahrt ging ich an ihm vorbei, um möglichst freie Fahrt zu haben. Wir fuhren mit Renntempo die Abfahrt hinunter und ich bemerkte im letzten Moment, dass die Veranstalter die Strecke im Vergleich zum Vortag umgesteckt hatten. Ich bekam die Rechtskurve mit Mühe und Not, aber Tobias stürzte schwer. So war ich allein an der Spitze mit ungefähr 10 sec Vorsprung auf Platz 2. Ich fuhr weiterhin mein Tempo und kam mit 15 Sekunden Vorsprung als Erster aus Runde 1 durch Start und Ziel. Diesen Vorsprung konnte ich bis zu Runde 4 verdoppeln, dann bekam ich Probleme und musste eine halbe Runde Gas rausnehmen. Ich fang mich jedoch schnell wieder und kam nach sechs Runden und einer Rennzeit von 42 Min mit 20 sec. Vorsprung auf meinen Verfolger Georg Egger ins Ziel.
Ich bin überglücklich mit diesem Ergebnis, da ich trotz des Infektes ein super Gefühl im Rennen hatte. Außerdem bedeuteten der 5. Platz im Slalom und der Sieg beim CC die Gesamtführung in der Nachwuchsbundesliga. Die weiteren Ergebnisse der U 17-Teamfahrer
Ben Zwiehoff Vierter in Böhringen
„Ein langes Wochenende liegt hinter mir,“ schreibt U 17-Teamfahrer Ben Zwiehoff. Lang und erfolgreich! „Bereits am Freitagmorgen ging es lockere 500 km ins schwäbische Böhringen zum ersten Lauf der BDR-Nachwuchssichtung, wo am Samstag erst der Slalom und am Sonntag dann das Cross-Country-Rennen auf dem Programm standen. Freitags nach der Streckenbesichtigung für den Slalom, in dem es auch um die Startaufstellung für Sonntag ging, war ich eigentlich guter Dinge. Der Slalom war zwar nicht besonderes technisch, sondern zeichnete sich eher durch zahlreiche kurze Antritte aus, dennoch war ich zuversichtlich, mir einen guten Startplatz für den Sonntag sichern zu können. Doch irgendwie wollte es nicht laufen; ohne erkennbare Fehler in den beiden Läufen und nach meinem subjektiven Eindruck sehr schnell unterwegs, erreichte ich trotzdem nur den 16. Platz. Da hatte ich deutlich mehr erwartet und konnte mir nicht erklären, warum ich so weit hinten
war, wo der Slalom doch eigentlich zu meinen Stärken gehört. Durch dieses Ergebnis sichtlich verunsichert, stand ich am Sonntag mit 81 anderen Fahrern am Start und konzentrierte mich darauf, diesen nicht zu vermasseln. In Böhringen kommt es fast
immer an der ersten Engstelle nach ca. 300 Meter zu einem Stau, in den ich keinesfalls
verwickelt werden wollte. Nach dem Startschuss flogen dann erwartungsgemäß die Fetzen und so musste ich doch vom Rad, verlor sieben Plätze und ging so als 23. ins Rennen. Aber auch hiervon ließ ich mich nicht entmutigen und startete noch in der ersten Runde eine Aufholjagd. An der ersten der beiden Laufpassagen lag ich bereits auf Platz 10; in der Anfahrt zum Ziel konnte ich dann zur Gruppe der Fahrer, die auf Platz 3 bis 7 lagen, aufschließen. Ständige Positionswechsel bestimmten dann die nächsten Runden; ich attackierte aus der Gruppe heraus jeweils am Berg und konnte mich immer etwas absetzen, im Flachstück schloss die Gruppe wieder auf. So ging es bis zur vorletzten Runde, in der ich alle Körner in eine Attacke legte, die die Gruppe sprengte. Lediglich ein Fahrer konnte mir noch folgen. Es ging zwischen uns beiden jetzt um Platz 3. Ich versuchte in der letzten Runde nochmals alles, doch meine Aufholjagd vom Start hatte wohl zu viel Kraft gekostet. Kurz vor dem Ziel musste ich abreißen lassen und kam völlig erschöpft, aber überglücklich ins Ziel. Vierter unter den besten deutschen Jugendfahrern, das kann sich doch sehen lassen, oder?“
Tobias Wagner Zweiter bei der U 15
Gerade erst in der U 15-Klasse angekommen, steht der Niddaer Tobias Wagner bei der ersten Bundessichtung der Saison schon wieder da, wo er am liebsten steht: auf dem „Treppchen“. Tobias, im zweiten Jahr bei Bergamont, schreibt: „Böhringen war das erste Rennen der Saison in der Nachwuchsbundesliga. Es fing an mit dem Slalom. Da mein Racebike sehr kompakt gebaut ist, kam ich die Strecke sauber und sehr schnell runter. Ich fuhr die schnellste Zeit in meiner Altersklasse und gewann den Slalom. Im Trial danach wollte ich dann zu viel, machte zwei Leichtsinnsfehler und kam nur auf den 18. Platz. Am nächsten Tag war das CC-Rennen dran. Ich startete in der ersten Reihe und konnte mich sofort nach dem Start mit Luca Schwarzbauer vom Rest des Feldes absetzen. Wir fuhren unser eigenes Rennen und hatten von hinten nichts zu fürchten. In der dritten Runde trat er jedoch an und ich konnte nicht mehr mithalten. In der letzten Runde fuhr ich dann nur noch meinen ungefährdeten 2. Platz ins Ziel.
Anruf vom Bundestrainer
U 17-Teamfahrer Lutz Staake erlebte in Böhringen ein Wechselbad der Gefühle. Im Rennen lief krankheitsbedingt nicht viel zusammen. Erst der Anruf vom Bundestrainer mit der Einladung zum nächsten Training der Nationalmannschaft stimmte ihn am Ende wieder fröhlich. Er schreibt: „Nach meinem verpatzten Slalom am Samstag kam´s am Sonntag noch schlimmer. Das Ziel war ganz klar eine Top-Ten Platzierung, doch gleich am Ende der Startgeraden gab es einen Massen-Crash. Ich kam zwar nicht zu Fall, doch von hinten drängelten alle wie eine Viehherde in die Lücke bei der Hecke. Zwar konnte ich noch über einige am Boden liegende Räder drüberspringen, doch erst auf Platz 40 nahm ich das Rennen wieder auf, konnte aber schon bis zur Laufpassage auf Platz 22 vorfahren. Im weiteren Verlauf des Rennens ging nicht mehr viel zusammen. Nachdem ich bis zur vierten Runde immer weiter zurück fiel, habe ich in Absprache mit meinem Vater beschlossen, aus dem Rennen auszusteigen, um größeren Schaden abzuwenden. Als wir am Abend total deprimiert nach Hause kamen, erhielten wir erfreulicherweise eine Nachricht von Thomas Freienstein, der mich ab dem 25. Mai zum Nationalkadertraining nach Blaichach eingeladen hat. Hierüber habe ich mich natürlich sehr gefreut. Ich sehe jetzt wieder etwas entspannter in die Zukunft.“